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Fertigung und Lager effizienter steuern mit Odoo 20

Für produzierende Mittelständler könnte Odoo 20 besonders dort spannend werden, wo im Tagesgeschäft viel Zeit und Abstimmungsaufwand anfallen: in der Fertigung und im Lager. Die Produktionsplanung soll übersichtlicher und das Lagerwesen einfacher werden. Gleichzeitig sollen neue Funktionen wie ein Kanban für Fertigungsaufträge und zusätzliche KI-Unterstützung Auswertungen und Abläufe stärker automatisieren. Noch stammen diese Einblicke aus der Roadmap, denn offiziell vorgestellt wird Odoo 20 erst im September 2026. Trotzdem zeichnet sich bereits ab, welche Neuerungen für produzierende Mittelständler im Arbeitsalltag besonders relevant werden könnten.

Odoo 20 bringt neuen Schwung in die Fertigung

Gerade in kleineren Produktionsbetrieben liegt der Aufwand oft nicht in der Fertigung selbst, sondern in der Planung: Wer arbeitet wann an welchem Auftrag, wo drohen Verzögerungen und wie wirken sich Änderungen der Stückliste auf die Kosten aus? Genau hier setzt Odoo 20 in der Fertigungs-App an. Ein überarbeitetes Kanban für Fertigungsaufträge soll laufende Arbeiten, Auslastung und Termine je Kalenderwoche übersichtlich zusammenführen.


Hinzu kommt ein neues Kanban für einzelne Arbeitsgänge, über das sich die Planung an den Arbeitsplätzen mit einem Klick anpassen lässt. Auch für Betriebe mit eigener Produktentwicklung gibt es eine Neuerung. Odoo PLM erhält einen neuen Report, der Änderungen an einer Stückliste übersichtlich zusammenfasst. Dazu gehören neue Bauteile, angepasste Arbeitsschritte und deren Auswirkungen auf die Kosten. Für mittelständische Fertiger heißt das vor allem, dass sie weniger Informationen zusammensuchen müssen und schneller erkennen können, wo in der Produktion Handlungsbedarf besteht.

Mehr Tempo im Lager dank Odoo 20

Auch im Lager setzt Odoo 20 auf spürbare Vereinfachung statt auf zusätzliche Komplexität. Für einfache Fälle reicht künftig eine einzige, direkt am Produkt sichtbare Bestandsmenge, die sich bei Bedarf auch manuell anpassen lässt – ohne den vollständigen Lagerprozess durchlaufen zu müssen. Bei Lieferungen genügt es dann oft, einfach die gelieferte Menge zu bestätigen.

 

Für Betriebe mit anspruchsvolleren Logistikprozessen bringt Odoo 20 ebenfalls mehrere konkrete Verbesserungen mit: neu gestaltete Etiketten für Produkte und Chargen, einen überarbeiteten Bericht zur permanenten Bestandsbewertung, bessere Abläufe zwischen mehreren Unternehmen oder Niederlassungen sowie Unterstützung für CMR-Frachtbriefe im internationalen Warenverkehr. Hinzu kommen Verbesserungen bei Einlagerungsregeln sowie bei der Batch- und Wellenkommissionierung. Auch vorkodierte Packstücke, die sich beim Wareneingang direkt per Barcode scannen lassen, sollen die Abläufe vereinfachen. Für den deutschen Mittelstand mit eigenem Lager bedeutet das: mehr Tempo bei Wareneingang und -ausgang, ohne dass dafür ein eigenes IT-Team nötig wird.

Wie Odoo 20 mit KI den Arbeitsalltag erleichtert

Ein weiterer roter Faden der Odoo-20-Roadmap ist KI, die künftig direkt in bestehende Arbeitsschritte eingebettet wird. Im Rechnungswesen ist ein KI-Agent vorgesehen, der bei Treasury- und Finanzprüfungen unterstützt, Auffälligkeiten schneller sichtbar macht und Ergebnisse verständlich zusammenfasst. Gerade kleinere Finanzteams in produzierenden Unternehmen könnten dadurch Prüfungen effizienter vorbereiten und schneller erkennen, wo genauer hingeschaut werden muss. Auch bei der Zeiterfassung kann KI entlasten: Ein Assistent schlägt passende Buchungen automatisch vor, etwa auf Basis der im System erfassten Projektarbeit.


Für produzierende Mittelständler mit schlanken Verwaltungsstrukturen kann das ein spürbarer Vorteil sein: Aufgaben, die bisher zusätzliche Zeit oder spezielles Fachwissen erfordern, könnten künftig stärker unterstützt und besser vorbereitet werden. Statt nur Zahlen bereitzustellen, kann Odoo dabei helfen, Zusammenhänge schneller sichtbar und Ergebnisse leichter verständlich zu machen.

Mehr Effizienz im Rechnungswesen

Auch Odoo Rechnungswesen erhält mit Odoo 20 mehrere praktische Erweiterungen. Zahlungsläufe können künftig mit einer einzigen Signatur direkt an die Bank übermittelt oder als SEPA-XML-Datei exportiert werden. Preise lassen sich pro Beleg flexibel zwischen „inklusive Steuer“ und „exklusive Steuer“ umstellen. Neu ist außerdem, dass sich Konten direkt abstimmen lassen und Odoo dabei notwendige Ausgleichsbuchungen automatisch erzeugt. Damit rücken vor allem konkrete Prozessschritte in den Fokus, die sich künftig direkter im System abbilden lassen.

Für wen Odoo 20 besonders interessant wird

Odoo 20 dürfte vor allem für produzierende Mittelständler interessant sein, die Fertigung und Lager bereits mit Odoo steuern oder ihre Prozesse künftig stärker in einem System bündeln möchten. Wer mit komplexeren Produktionsabläufen, einem eigenen Lager oder einer wachsenden Zahl an Aufträgen arbeitet, sollte die weitere Entwicklung der neuen Version daher frühzeitig verfolgen. Besonders für bestehende Odoo-Nutzer lohnt sich ein genauer Blick darauf, welche der angekündigten Funktionen zu den eigenen Prozessen passen und welche Änderungen ein späteres Upgrade mit sich bringt. Bis zur offiziellen Vorstellung auf der Odoo Experience 2026 im September werden sich die Details weiter konkretisieren.


Sie planen bereits den Umstieg auf Odoo 20? Wir prüfen mit Ihnen, welche angekündigten Neuerungen für Ihre Prozesse relevant sind und wie Sie sich frühzeitig auf die neue Version vorbereiten können.

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